Archiv: Literatur

Literatur 1913: Eine Anthologie

Kafka und Kraus, Trakl und Tucholsky, Mühsam und Morgenstern: Die Rheinische Kulturraumverdichtung beehrt sich, seit 1. Januar 2013 unter dem Titel „Literatur 1913“ eine Sammlung von Texten herauszugeben, die vor einhundert Jahren in deutschsprachigen Kulturzeitschriften erschienen sind: Gedichte, Kritiken, Essays, Erzählungen, Marginalien (und Grafiken) aus der Zeit, als das 20. Jahrhundert sich in die Startaufstellung begibt. [mehr]

Walter Hasenclevers Gedichte an den Jüngling

„Die buntgeschwänzte Peitsche der Angst“

Die Rheinische Kulturraumverdichtung beehrt sich, im Vorgriff auf ein etwas längerfristiges anthologisches Projekt in Sachen Literatur und Publizistik aus der Zeit des späten Kaiserreichs und des Ersten Weltkriegs, Walter Hasenclevers sehr hübsches Gedichtbändchen 'Der Jüngling' (1913) zugänglich zu machen. [mehr]

Stephen Greenblatt, The Swerve / Die Wende

Der Buchjäger

Der amerikanische Literaturwissenschaftler Stephen Greenblatt erzählt vom Florentiner Humanisten Poggio Bracciolini, von dessen Wiederentdeckung des lukrezschen Lehrgedichts De rerum natura im Jahr 1417 und von der Wirkung, die die radikalen Verse des römischen Epikureers in der frühen Neuzeit entfalten. [mehr]

Judith Schalansky, Atlas der abgelegenen Inseln

Vademekum der Nesophilie

Das ist mal ein in jeder Hinsicht sehr hübsches Buch. Judith Schalanskys Schmuckstückchen erschließt nicht nur die Topographie von fünfzig abgelegenen Inseln, sondern entfaltet in ebensovielen Prosaminiaturen auch sowas wie eine kleine Enzyklopädie der menschlichen Möglichkeiten. [mehr]

James Shapiro erzählt vom Zweifel an Shakespeare: Contested Will

Shakespeare lebt, ist aber kein anderer

James Shapiro erzählt in einem sehr lesenswerten Buch von der Geschichte des Zweifels an der Autorschaft Shakespeares, rettet die Bedeutung der Fiktion vor dem autobiographischen Missverständnis von Literatur und entwirft bemerkenswerte Portraits von Verschwörungstheoretikern. [mehr]

Köln um 1800 (II): Riesbeck

Die abscheulichste Stadt von Deutschland

Noch eine Kölnbeschimpfung: Johann Kaspar Riesbecks seinerzeit viel gelesene Briefe eines reisenden Franzosen (1783) beschreiben in seinem sehr eleganten, anektdotenreichen Stil und mit satirisch geschärften Blick Köln als „abscheulichste Stadt von Deutschland“. [mehr]

Köln um 1800 (I): Coleridge

But tell me, nymphs!

Ein Klassiker der Kölnbeschimpfung, der in keinem taug­lichen Reiseführer fehlen darf: Im Sommer 1828 macht der englische Dichter der Romantik S. T. Coleridge (1772-1834) für einige Wochen Urlaub auf dem Rhein, zusammen mit seinem Dichterkollegen William Wordsworth. Coleridge lässt sich dabei in Bezug auf Köln nur zu zwei launigen Stegreifdichtungen herbei: den Auswürfen. [mehr]

Marcel Proust Ausstellung im Kölner MAK

Cher ami

Im Kölner Museum für Angewandte Kunst ist noch bis Anfang September 2009 eine kleine, aber erlesene Ausstellung zu Leben und Werk von Marcel Proust zu sehen. Sie zeigt Briefe, Fotos, Korrekturbögen, Erstausgaben und eine Locke des bedeutendsten französischen Romanciers des 20. Jahrhunderts. [mehr]