Die wichtigsten Ausstellungen in NRW 2019

Die Vorschau

Das Junge Rheinland und die Pest, Kriegsfotografinnen und das Bauhaus, Goethe und Beethoven, Nil Yalter, Nancy Spero und Marge Monko. Welche Ausstellungen in NRW muss man sich für 2019 vormerken? Und was planen die Nachbarn in Amsterdam und Brüssel, in Frankfurt und Basel, in Paris und London?

Ausstellungen Symbolbild. Sprengel Museum Hannover. Foto: jvf

Gruppenausstellungen Gegenwartskunst

Die nunmehr 17. Auflage der Biennale für Video- und „zeitbasierte“ Kunst gastiert früh im Jahr im Kunstmuseum Bonn. Die Videonale.17 wird unter dem Titel „Refracted Realities“ 30 Arbeiten zeigen, die aus über 1.100 Wettbewerbs­einsendungen ausgewählt sind. Zu den prominentesten teilnehmenden Künstlern gehören Laure Prouvost, Tobias Zielony, Clemens von Wedemeyer, Deimantas Narkevičius, Zanny Begg & Oliver Ressler sowie Eric Baudelaire (21. Februar – 14. April 2019).

Videonale.17 – Refracted Realities. Tobias Zielony, Maskirovka. © KOW Berlin und der Künstler
Videonale.17 – Refracted Realities. Tobias Zielony, Maskirovka. © KOW Berlin und der Künstler.

Mit neuem Konzept und verlängerter Laufzeit wird die Die Große Kunst­ausstellung NRW 2019 im Düssel­dorfer Museum Kunstpalast den Überblick über das gegenwärtige Kunst­schaffen in Nordrhein-Westfalen verschaffen. Die jährliche Leistungs- und Verkaufs­schau wird dabei heuer in den Sommer verlegt, um auch den Außenbereich im Ehrenhof bespielen zu können (30. Juni – 4. August 2019).

Und bereits ab Mitte Mai wird die 58. Internationale Kunst­ausstellung der Biennale Venedig einen Eindruck vom weltweiten Kunstschaffen vermitteln. Die Zentral­ausstellung wird von Ralph Rugoff kuratiert. Der Direktor der Hayward Gallery in London hat die Biennale unter das Label „May You Live in Interesting Times“ gestellt (11. Mai – 24. November 2019).

Einzelausstellungen Gegenwartskunst

Nil Yalter, Exile Is a Hard Job / Walls. Construction, Demolition, 2018. Acryl auf Offset-Druck im öffentlichen Raum, Vietorstraße, Köln, Kalk © Nil Yalter, Foto: Henning Krause
Nil Yalter, Exile Is a Hard Job / Walls. Construction, Demolition, 2018. Acryl auf Offset-Druck im öffentlichen Raum, Vietorstraße, Köln, Kalk © Nil Yalter, Foto: Henning Krause.

Das Museum Ludwig in Köln richtet im Frühjahr die – so heißt es – weltweit erste Überblicks­ausstellung zum Werk von Nil Yalter ein. Die 1938 in Kairo geborene und heute in Paris lebende Künstlerin arbeite seit den 1970er Jahren „als Pionierin einer gesellschaftlich engagierten und technisch avancierten Kunst“: Nil Yalter – Exile Is a Hard Job (9. März – 2. Juni 2019).

Im Essener Folkwang Museum sind schon etwas früher Arbeiten der estnischen Künstlerin Marge Monko (*1976) zu sehen. Die Fotografin und Installations­künstlerin hinterfragt Werbeästhetik mit Mitteln des Reenactments: Marge Monko – Diamonds Against Stones (22. Februar – 5. Mai 2019).

Einen sehr starken Sommer in Sachen Gegenwarts­kunst hat das Kunstmuseum in Basel. Mitte Mai öffnet im Neubau Leiko Ikemura – Nach neuen Meeren als „konzentrierte Retrospektive“ auf das bisherige Werk der japanisch-schweizerischen Malerin und Bildhauerin (11. Mai – 1. September 2019). Und einige Wochen später bespielt William Kentridge – A Poem That Is Not Our Own gleich drei Stockwerke in der Außenstelle für Gegenwarts­kunst unten am Rhein im St. Alban-Tal (8. Juni – 13. Oktober 2019). Bis Anfang August lässt sich der Besuch der beiden Schauen kombinieren mit der Übernahme der umfassenden Bestands­aufnahme kubististischer Malerei, die 2018 in Paris zu sehen war („Kosmos Kubismus“, Neubau, 30. März – 4. August 2019).

Leiko Ikemura, Eintauchen, 1999, Öl auf Jute. Rechte: Musée cantonal des Beaux-Arts de Lausanne, Foto: Lothar Schnepf
Leiko Ikemura, Eintauchen, 1999, Öl auf Jute. Rechte: Musée cantonal des Beaux-Arts de Lausanne, Foto: Lothar Schnepf.

Ab Anfang Juni kann man sich mit etwas Reisetätigkeit ein umfassendes Bild vom Werk der Bildhauerin und Filmemacherin Rebecca Horn (Wilhelm-Lehmbruck-Preis 2017) machen. Das Museum Tinguely in Basel zeigt Rebecca Horn – Körperphantasien (5. Juni – 22. September 2019) und kooperiert mit dem Centre Pompidou in Metz, das Rebecca Horn – Théâtre des métamorphoses einrichtet (8. Juni – 11. November 2019).

Etwas später im Sommer wird es sich lohnen in London vorbei zu schauen. Die National Portrait Gallery plant ab Ende Juni eine umfassende Retrospektive auf das Werk der vielleicht wichtigsten Künstlerin der Gegenwart: Cindy Sherman. Sie zeigt Arbeiten aus Mitte der 1970er Jahre bis heute (27. Juni – 15. September 2019). In der Tate Modern ist unterdessen ab Mitte Juli eine Groß­ausstellung zum bisherigen Werk von Olafur Eliasson zu sehen (11. Juli – 5. Januar 2020).

Ab Ende November zeigt das Stedelijk Museum in Amsterdam Arbeiten des mexikanischen Künstlers Carlos Amorales (ab 24. November 2019). Dessen Ausstellung im mexikanischen Pavillon der Venedig Biennale 2017 gehörte zu den spannendsten der Kunstschau (vgl. Die zehn besten nationalen Pavillons – Biennale Venedig 2017).

Carlos Amorales, Life in the Folds. Biennale Venedig 2017. Installationsansicht. Rechte: © Instituto Nacional de Bellas Artes y Literatura 2017. Quelle: bienaldevenecia.mx
Carlos Amorales, Life in the Folds. Biennale Venedig 2017. Installationsansicht. Rechte: © Instituto Nacional de Bellas Artes y Literatura 2017. Quelle: bienaldevenecia.mx.

Retrospektiven auf das 20. Jahrhundert

Im Sommer richtet das Folkwang Museum in Essen eine rund 80 Gemälde, Papierarbeiten und Installationen umfassende Rückschau auf das Werk von Nancy Spero ein. Spero gehörte seit den frühen 1960er Jahren zu den Protagonistinnen einer US-amerikanischen, expressiv-figurativen und engagierten Kunst (7. Juni – 25. August 2019).

Das Düsseldorfer Museum Kunstpalast nimmt sich für den Herbst einen Rückblick auf die in der DDR entstandene Kunst vor und zeigt rund 80 Werke von Willi Sitte bis A. R. Penck: Utopie und Untergang – Kunst in der DDR (5. September 2019 – 26. Januar 2020).

Das Centre Pompidou in Paris widmet sich ab Herbst dem Spätwerk von Francis Bacon mit Arbeiten aus den Jahren 1971 bis 1992, dem Todesjahr des irischen Malers (11. September 2019 – 20. Januar 2020).

Die Frankfurter Schirn übernimmt im Herbst aus der Barbican Art Gallery in London Lee Krasner. Es ist die erste große Retrospektive auf das Werk der amerikanischen abstrakt-expressionistischen Malerin in Europa seit mehr als 50 Jahren (11. Oktober 2019 – 12. Januar 2020, London: 30. Mai – 1. September 2019).

Von der Tate Liverpool übernimmt der Brüsseler Palais des Beaux-Arts (BOZAR) im Winter eine über 80 Arbeiten umfassende Retrospektive auf das Werk von Keith Haring (6. Dezember 2019 — 19. April 2020). Die Ausstellung soll 2020 auch im Essener Museum Folkwang zu sehen sein.

Klassische Moderne

Im Februar 1919 gründeten Künstler in Düsseldorf die Gruppe „Das Junge Rheinland“ und sammelten sich im Umfeld der Galerie „Junge Kunst“ von Johanna Ey zum „Sturmlauf gegen die Mauern der Düsseldorfer Reaktion“. Das Museum Kunstpalast erinnert daran mit seiner Ausstellung „Zu schön um wahr zu sein“ – Das Junge Rheinland und zeigt Arbeiten u.a. von Otto Dix, Lotte B. Prechner, Max Ernst, Marta Worringer, Heinrich Nauen und Karl Schwesig (7. Februar – 2. Juni 2019).

Ebenfalls vor 100 Jahren wurde das Staatliche Bauhaus in Weimar gegründet und entwickelte sich rasch zum wichtigsten Zentrum der Avantgarde einer heute klassischen Moderne. Auch in NRW erinnern zahlreiche Ausstellungen an das Bauhaus und seine Protagonisten. Einen Überblick verschafft die Site 100 Jahre Bauhaus im Westen. So zeigt etwa das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster noch bis Anfang März Bauhaus und Amerika – Experimente in Licht und Bewegung (9. November 2018 – 10. März 2019).

Das Ruhr Museum in Essen verweist dagegen ab Frühjahr auf die Einrichtung des „Kleinen Atelier­hauses“ auf der Margarethen­höhe vor 100 Jahren und die dortige Künstler­siedlung um Elisabeth Treskow, Albert Renger-Patzsch, Joseph Enseling und Will Lammert: Aufbruch im Westen – Die Künstler­siedlung Margarethen­höhe (8. April 2019 bis 5. Januar 2020).

Eine umfassende Bestands­aufnahme der Fotografie in der Weimarer Republik hat sich unterdessen das LVR-Landesmuseum in Bonn ab Sommer auf die Agenda genommen (Juni 2019 bis November 2020). Das harmoniert inhaltlich prima, aber zeitlich leider gar nicht mit der Ausstellung Kino der Moderne – Film in der Weimarer Republik: Sie ist in der Kunst- und Ausstellungs­halle nur noch bis Ende März zu sehen (14. Dezember 2018 – 24. März 2019).

Im Spätherbst schließlich eröffnet das Folkwang Museum in Essen die epochen­über­greifende Perspektive auf den Menschen in seinem technischen Gestell: Der montierte Mensch verfolgt künstlerische Positionen von der Industrialisierung bis zur Digitalisierung, von Marcel Duchamp über Hannah Höch bis zu Hito Steyerl (8. November 2019 – 15. März 2020).

Vincent van Gogh, Selbstbildnis, 1887. Ausschnitt. Lizenz: PD-Art. Quelle: Wikimedia Commons
Vincent van Gogh, Selbstbildnis, 1887. Ausschnitt. Lizenz: PD-Art. Quelle: Wikimedia Commons.

Ganz was anderes: Wie van Goghs Aufenthalt in England auf sein Werk gewirkt hat und sein Werk wiederum auf die britische Kunst der Moderne, untersucht die Tate Britain in London: Van Gogh and Britain (27. März – 11. August 2019). Später dann kümmert sich das Frankfurter Städelmuseum um die van Gogh-Rezeption in Deutschland, unter dem etwas verqueren Titel Making Van Gogh – Geschichte einer deutschen Liebe (23. Oktober 2019 – 16. Februar 2020). Im Zentrum beider Schauen stehen rund 50 Werke van Goghs.

Und nochmal London: Der wichtigsten Künstlerin der russischen Avantgarde will sich die Tate Modern im Sommer mit einer Groß­ausstellung widmen: Natalia Goncharova (6. Juni – 8. September 2019).

Rembrandt und das Goldene Jahrhundert

Rembrandt van Rijn, Het Joodse bruidje, 1667. Lizenz: PD-Art. Quelle: Wikimedia Commons
Rembrandt van Rijn, Het Joodse bruidje, 1667. Lizenz: PD-Art. Quelle: Wikimedia Commons.

Am 4. Oktober 1669 starb Rembrandt Harmenszoon van Rijn in Amsterdam – vor 350 Jahren also. Anlass genug für umfangreiche Ausstellungs­aktivitäten in Sachen des begnadeten Barockzeichners und -malers. Das Wallraf-Richartz-Museum in Köln holt ab Anfang Oktober seine Bestände an Rembrandtgrafiken aus dem Archiv („Rembrandts graphische Welt“, 4. Oktober 2019 – 12. Januar 2020) bevor es ab Allerheiligen mit der Nationalgalerie Prag kooperiert für seine Rembrandt-Ausstellung des Jahres: Inside Rembrandt – 1606-1669 (1. November 2019 – 1. März 2020).

Schon vorher – und das ganze Kunstjahr 2019 hindurch – richten naturgemäß die niederländischen Nachbarn ihr nationales Themen­jahr „Rembrandt en de Gouden Eeuw“ aus. Zu den – nach letzter Zählung – neunzehn Ausstellungen des Themen­jahres gehören Rembrandts Social Network im Amsterdamer Rembrandthuis (1. Februar – 19. Mai 2019), Alle Rembrandts im Rijksmuseum (15. Februar – 10. Juni 2019) oder Jonge Rembrandt im Leidener Museum de Lakenhal (3. November 2019 – 9. Februar 2020). Ab Juli 2019 kann man im Rijksmuseum zudem bei Restaurierungs­arbeiten an der „Nachtwache“ zusehen.

In die Reiseplanung übernehme ich für den Herbst aber Rembrandt – Velázquez, die im Amsterdamer Rijksmuseum Werke der niederländischen und spanischen Malerei des 17. Jahrhunderts konfrontiert (11. Oktober 2019 – 19. Januar 2020). Die Ausstellung ist im Sommer 2019 bereits im Museo del Prado zu sehen. Hinzu kommt dann noch die im Delfter Museum Prinsenhof geplante Schau zur Malerei von Pieter de Hooch, der zu Unrecht ganz im Schatten von Vermeer steht, meinen die Ausstellungs­macher und ich (11. Oktober 2019 – 16. Februar 2020).

Alte Meister

Cranach d. Ä., Adam und Eva, um 1510. Ausschnitt. Lizenz: PD-Art. Quelle: Wikimedia Commons
Cranach d. Ä., Adam und Eva, um 1510. Ausschnitt. Lizenz: PD-Art. Quelle: Wikimedia Commons.

Früher im Jahr übernimmt die Royal Academy of Arts in London aus Los Angeles (Getty Museum) eine prominent beschickte Schau zur Nacktheit in der Malerei des 15. und 16. Jahrhunderts: The Renaissance Nude versammelt Werke u.a. von Tizian, Raffael, Michel­angelo, Leonardo, Dürer und Cranach (3. März — 2. Juni 2019).

Der Louvre in Paris hat nicht immer eine glückliche Hand in Sachen Organisation von Blockbuster-Ausstellungen. Trotzdem steht dort ab Herbst eine Groß­ausstellung zum 500. Todestag von Leonardo da Vinci auf der Agenda (24. Oktober 2019 – 24. Februar 2020). Das wird sicher ein derartiger Publikums­renner, dass ich nicht sicher bin, ob es vielleicht doch cleverer wäre, sich später den 501. Todestag als Anstoß für eine Leonardo-Tour nach Italien und Paris, mit Abstechern nach Krakau und München zu nehmen (auf die Leonardos aus St. Petersburg und aus den USA muss man dann halt verzichten). Wie gut die Louvre-Ausstellung mit italienischen Leihgaben beschickt wird, ist gegen Ende 2018 noch fraglich: Italiens rechts­radikale Regierungs­partei Lega hat Widerspruch gegen den kulturellen Austausch angemeldet.

Die Alte Pinakothek in München kontert einen Tag später bereits mit seiner Ausstellung zum flämischen Großmeister Anthonis van Dyck (25. Oktober 2019 – 2. Februar 2020). Wer so lange nicht auf das barocke Malergenie warten möchte, kann im Frühjahr in Siegen vorbeischauen: Das Siegerland­museum konzentriert sich auf die graphischen Arbeiten von Anthonis van Dyck und hat in seinen Beständen auch Malerei aus dessen Werkstatt (ab 24. März 2019).

Hans Baldung „Grien“, Gefangennahme Christi, um 1519. Lizenz: PD-Art. Quelle: Wikimedia Commons
Hans Baldung „Grien“, Gefangennahme Christi, um 1519. Lizenz: PD-Art. Quelle: Wikimedia Commons.

Im Winter schließlich richtet die Staatliche Kunsthalle in Karlsruhe die Große Landes­ausstellung Baden-Württemberg aus und versucht eine umfassende Bestands­aufnahme des Werks von Hans Baldung „Grien“, dem nach Dürer vielleicht wichtigsten deutschen Renaissance-Maler (30. November 2019 – 8. März 2020).

Geschichten, Kulturen, Landschaften

Zwei Klassikern der deutschen und europäischen Kulturgeschichte widmet sich die Bonner Kunst- und Ausstellungshalle im Jahr 2019: Wolfgang Goethe und Ludwig Beethoven.

Karl Joseph Stieler, Goethe/Beethoven, 1828/1820. Ausschnitte. Lizenz: PD-Art. Quelle: Wikimedia Commons/Wikimedia Commons
Karl Joseph Stieler, Goethe/Beethoven, 1828/1820. Ausschnitte. Lizenz: PD-Art. Quelle: Wikimedia Commons/Wikimedia Commons.

Bereits ab Mitte April wird das Dach der Kunsthalle mit Goethes Gärten bespielt, bevor einen Monat später dem dichtenden Hobbygärtner mit Goethe – Verwandlung der Welt im Gebäude darunter eine Ausstellung eingerichtet wird. Sie will Leben, Werk und Rezeption des Weimarers in den Blick nehmen. Beethoven über Goethe: „Göthe behagt die Hofluft zu sehr – mehr als es einem Dichter ziemt.“ (17. Mai – 15. September 2019).

Ganz am Ende des Jahres leitet dann Beethoven – Welt.Bürger.Musik das Jubeljahr zum 250. Geburtstag des in Bonn geborenen Romantikers ein. Goethe über Beethoven: „Sein Talent hat mich in Erstaunen gesetzt; allein er ist leider eine ganz ungebändigte Persönlichkeit“ (16. Dezember 2019 – 26. April 2020).

Weniger klassisches Titanentum, aber für das Leben (und Sterben) der Menschen viel wichtiger: Das LWL-Museum für Archäologie in Herne kümmert sich ab September um die Geschichte der PEST! und will dabei die globalen Auswirkungen der Seuche untersuchen. Der Erreger der Pest, Yersinia pestis, wurde vor 125 Jahren vom schweizerischen Bakterio­logen Alexandre Yersin entdeckt (20. September 2019 – 10. Mai 2020).

Und wenn wir gerade beim großen Sterben sind: Zwei Ausstellungen im Rheinland erinnern an die Arbeit von Kriegs­fotografinnen. Das Düsseldorfer Museum Kunstpalast zeigt mit Fotografinnen an der Front – Von Lee Miller bis Anja Niedringhaus rund 120 Arbeiten von acht Fotografinnen (8. März – 10. Juni 2019). Und das Kölner Käthe Kollwitz Museum konzentriert sich ganz auf die Arbeiten der 2014 in Afghanistan ermordeten Fotojournalistin: Anja Niedringhaus – Bilderkriegerin (28. März – 30. Juni 2019).

Die Agenda 2019 NRW

Reiseplanung 2019

Die Angaben zu den Ausstellungen sind den langfristigen Planungen und Vorankündigungen der Museen und Kunsthallen entnommen (Stand Ende November 2018). Bevor Sie zu einer Ausstellung anfahren, informieren Sie sich bitte bei den jeweiligen Veranstaltern über etwaige Planänderungen oder Verschiebungen.