Archiv: Köln

Laurent Chétouane dramatisiert Kleists Erdbeben in Chili in der Kölner Halle Kalk nicht:
Heilige Ruchlosigkeit

Der in Frankreich geborene, seit Jahren in Deutschland inszenierende Regisseur Laurent Chétouane verweigert in Köln eine Dramatisierung von Kleists Erdbebennovelle und bringt dafür einen reduzierten Werkzeugkasten seiner theatralischen Verfremdungsstrategien mitbei. Die für ihn ungewöhnlich behutsame Annäherung an den Text fordert ein erhebliches Maß an Konzentration und ein Übermaß an Geduld vom Publikum.

Januar 2012 [Weiterlesen]

Ausstellung im Museum Ludwig Köln: Vor dem Gesetz:
Die Exklusive und das Pathos

Das Kölner Museum Ludwig zeigt noch bis Mitte April 2012 Werke von achtundzwanzig Künstlern aus Nachkriegszeit und Gegenwart in einer Sonderschau unter dem Label „Vor dem Gesetz“.

Dezember 2011 [Weiterlesen]

Die wichtigsten Ausstellungen im Rheinland 2012:
Eine Vorschau

El Greco und die Moderne in Düsseldorf, die Rückschau auf die Sonderbundausstellung 1912 in Köln, ein politischer Rubens in Wuppertal: Das könnten die Höhepunkte des rheinischen Ausstellungsjahres 2012 werden. Hinzu kommen Ausstellungen zu Göttern und Menschenaffen, Toren und Heiligen, Warhol und Oldenburg, Hockney und Oehlen.

Dezember 2011 [Weiterlesen]

Demokratie in Abendstunden und Kein Licht in Köln:
„Wir haben euch was mitgebracht“

Ein Abend mit gleich zwei Uraufführungen ist das. Vor der Pause verhandelt eine zweistündige Collage aus Texten von Beuys, Cage, Goetz und anderen die Demokratie, die Revolution, die Gewalt und natürlich die Kunst im Setting einer Orchesterprobe („Demokratie in Abendstunden“). Nach der Pause folgt der knapp einstündige Versuch, Elfriede Jelineks jüngsten Theatertext, eine Dekonstruktion des Redens über Fukushima, ins Konkrete zu choreographieren („Kein Licht.“).

Oktober 2011 [Weiterlesen]

Johannes Schütz inszeniert Racines Phädra in Köln:
Mit Schiller und Spitzhacke

Johannes Schütz inszeniert Jean Racines Phädra in der Kölner Halle Kalk als straightes Schauspielertheater, ohne viel Schnickschnack, aber in der falschen Übersetzung und über weite Strecken seltsam unkörperlich.

Oktober 2011 [Weiterlesen]