Archiv: Literatur

James Shapiro erzählt vom Zweifel an Shakespeare: Contested Will:
Shakespeare lebt, ist aber kein anderer

James Shapiro erzählt in einem sehr lesenswerten Buch von der Geschichte des Zweifels an der Autorschaft Shakespeares, rettet die Bedeutung der Fiktion vor dem autobiographischen Missverständnis von Literatur und entwirft bemerkenswerte Portraits von Verschwörungstheoretikern.

Mai 2010 [Weiterlesen]

Köln um 1800 (II): Riesbeck:
Die abscheulichste Stadt von Deutschland

Noch eine Kölnbeschimpfung: Johann Kaspar Riesbecks seinerzeit viel gelesene Briefe eines reisenden Franzosen (1783) beschreiben in seinem sehr eleganten, anektdotenreichen Stil und mit satirisch geschärften Blick Köln als „abscheulichste Stadt von Deutschland“.

Februar 2010 [Weiterlesen]

Köln um 1800 (I): Coleridge:
But tell me, nymphs!

Ein Klassiker der Kölnbeschimpfung, der in keinem taug­lichen Reiseführer fehlen darf: Im Sommer 1828 macht der englische Dichter der Romantik S. T. Coleridge (1772-1834) für einige Wochen Urlaub auf dem Rhein, zusammen mit seinem Dichterkollegen William Wordsworth. Coleridge lässt sich dabei in Bezug auf Köln nur zu zwei launigen Stegreifdichtungen herbei: den Auswürfen.

Februar 2010 [Weiterlesen]

Marcel Proust Ausstellung im Kölner MAK:
Cher ami

Im Kölner Museum für Angewandte Kunst ist noch bis Anfang September 2009 eine kleine, aber erlesene Ausstellung zu Leben und Werk von Marcel Proust zu sehen. Sie zeigt Briefe, Fotos, Korrekturbögen, Erstausgaben und eine Locke des bedeutendsten französischen Romanciers des 20. Jahrhunderts.

Juli 2009 [Weiterlesen]

Wilhelm Genazino: Das Glück in glücksfernen Zeiten:
Unsachgemäßer Schwarzbrotgebrauch

Wilhelm Genazinos Novelle über ein grimmiges, randständiges Glück in finsteren Zeiten verschafft aufgeschlossenen Stadtmelancholikern lichte Glücksmomente durch ernstlich komische Lektüre.

März 2009 [Weiterlesen]