Archiv: Literatur

Stephen Greenblatt, The Swerve / Die Wende:
Der Buchjäger

Der amerikanische Literaturwissenschaftler Stephen Greenblatt erzählt vom Florentiner Humanisten Poggio Bracciolini, von dessen Wiederentdeckung des lukrezschen Lehrgedichts De rerum natura im Jahr 1417 und von der Wirkung, die die radikalen Verse des römischen Epikureers in der frühen Neuzeit entfalten.

Dezember 2011 [Weiterlesen]

Judith Schalansky, Atlas der abgelegenen Inseln:
Vademekum der Nesophilie

Das ist mal ein in jeder Hinsicht sehr hübsches Buch. Judith Schalanskys Schmuckstückchen erschließt nicht nur die Topographie von fünfzig abgelegenen Inseln, sondern entfaltet in ebensovielen Prosaminiaturen auch sowas wie eine kleine Enzyklopädie der menschlichen Möglichkeiten.

September 2010 [Weiterlesen]

James Shapiro erzählt vom Zweifel an Shakespeare: Contested Will:
Shakespeare lebt, ist aber kein anderer

James Shapiro erzählt in einem sehr lesenswerten Buch von der Geschichte des Zweifels an der Autorschaft Shakespeares, rettet die Bedeutung der Fiktion vor dem autobiographischen Missverständnis von Literatur und entwirft bemerkenswerte Portraits von Verschwörungstheoretikern.

Mai 2010 [Weiterlesen]

Köln um 1800 (II): Riesbeck:
Die abscheulichste Stadt von Deutschland

Noch eine Kölnbeschimpfung: Johann Kaspar Riesbecks seinerzeit viel gelesene Briefe eines reisenden Franzosen (1783) beschreiben in seinem sehr eleganten, anektdotenreichen Stil und mit satirisch geschärften Blick Köln als „abscheulichste Stadt von Deutschland“.

Februar 2010 [Weiterlesen]

Köln um 1800 (I): Coleridge:
But tell me, nymphs!

Ein Klassiker der Kölnbeschimpfung, der in keinem taug­lichen Reiseführer fehlen darf: Im Sommer 1828 macht der englische Dichter der Romantik S. T. Coleridge (1772-1834) für einige Wochen Urlaub auf dem Rhein, zusammen mit seinem Dichterkollegen William Wordsworth. Coleridge lässt sich dabei in Bezug auf Köln nur zu zwei launigen Stegreifdichtungen herbei: den Auswürfen.

Februar 2010 [Weiterlesen]